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Moin Retro-Fans und IT-Veteranen!

Manchmal fängt unser FrogFind-Radar Exoten ein, bei denen selbst hartgesottene Systemadministratoren ungläubig die Brille putzen müssen. Vergesst alte Handhelds oder Konsolen – heute begeben wir uns tief hinein in das flackernde Neonlicht der Firmen-Serverräume der frühen 2000er Jahre.

Unser Türsteher protokollierte diesen majestätischen User-Agent:
Mozilla/5.0 (NetWare; U; NetWare 6.50.08; en-US) ICEbrowser/6.1.2 NovellViewPort/3.7.2

Für alle, die nach 1995 in die IT eingestiegen sind: Wir sprechen hier von Novell NetWare 6.5! Das war kein System zum Surfen oder Spielen. NetWare war das unangefochtene Datei- und Druckerserver-Betriebssystem, das damals praktisch jedes Firmennetzwerk am Laufen hielt. Ein absolutes Arbeitstier.

Aber wie kommt ein NetWare-Server auf FrogFind? Die Antwort liegt in der Kennung ICEbrowser. Um direkt am Server-Rack auf der grafischen Notfall-Konsole Hilfe-Dateien oder den "Novell Remote Manager" anzeigen zu können, hatte Novell einen winzigen, in Java geschriebenen Browser von ICEsoft eingebettet. Dieser war nie dafür gedacht, das freie World Wide Web zu erkunden!

Dass nun, über 20 Jahre später, jemand buchstäblich (oder per Remote-Verbindung) vor dieser Server-Legende sitzt, die grafische Konsole öffnet, den rudimentären Java-Help-Viewer zweckentfremdet und damit FrogFind aufruft, ist Retro-Computing der absoluten Königsklasse. FrogFind liefert selbst diesem reinen Server-Betriebssystem das nackte HTML, das es braucht, um die Welt von heute zu lesen.

Ein Hoch auf den unbekannten Admin, der diesen Server am Leben hält! Mögen deine Festplatten-Arrays niemals ausfallen.